Leadership 10. Februar 2025 5 Min. Lesezeit

Interim Management: Warum kurze Mandate manchmal die wirkungsvollsten sind

In 18 Monaten +59% Umsatz. Was passiert, wenn externe Führung keine Anlaufzeit braucht und sofort Ergebnisverantwortung übernimmt?

Tobias Lang
Tobias Lang Commercial & Growth Leader | Zürich

Das Missverständnis

Das grösste Missverständnis über Interim Management ist, dass Kürze Schwäche bedeutet. „Der ist ja nur vorübergehend" — gemeint als Einschränkung, erlebt als Freiheit.

Wer für 12 oder 18 Monate kommt, hat keine Zeit für Polit-Spiele. Keine Zeit, sich einzugewöhnen. Keine Zeit, Popularität aufzubauen. Nur Zeit, zu liefern.

Warum Interim Management funktioniert

Keine politische Altlast. Wer von aussen kommt, hat keine internen Verbündeten zu schützen und keine alten Entscheidungen zu verteidigen. Das ermöglicht einen klaren Blick — und klare Entscheidungen.

Sofort im Thema. Ein guter Interim Manager hat ähnliche Situationen schon mehrfach erlebt. Er erkennt die Muster schnell: Wo liegt die Reibung? Wer blockiert warum? Was muss als erstes verändert werden?

Ergebnisorientierung als Grundlage. Ein Interim-Mandat ist fast immer an Ergebnisse geknüpft. Das schärft den Fokus. Aktivitäten, die nicht auf das Ziel einzahlen, werden weggelassen — konsequenter als intern möglich.

Das Beispiel aus meiner Praxis

In einem Field-Marketing-Mandat für einen internationalen FMCG-Konzern in der Schweiz übernahm ich die Führungsverantwortung für ein grösseres Team in einer Transitionsphase. Strukturelle Probleme, Kommunikationslücken zwischen Marketing und Vertrieb, fehlende Steuerungssysteme.

In 18 Monaten haben wir den Umsatz um 59% gesteigert. Nicht durch Magie, sondern durch konsequente Strukturarbeit: gemeinsame Ziele, klare Rollen, tägliche Steuerung, direkte Kommunikation.

Was intern vielleicht Jahre gedauert hätte — Erlaubnis einholen, Konsens bilden, Bedenken ausräumen — konnte in Wochen entschieden werden.

Was Unternehmen dabei unterschätzen

Der grösste Fehler ist, Interim Management als Notlösung zu sehen. Als etwas, das man überbrückt, bis die richtige Person gefunden ist.

Die klügsten Unternehmen nutzen Interim Management strategisch: für definierte Transformationsphasen, für Markteintrittsmandate, für den Aufbau neuer Geschäftsfelder. Weil sie verstehen, dass Fokus und Erfahrung zusammen schneller liefern als jede interne Besetzung.

Was ich suche

Ich arbeite am liebsten in Situationen, in denen etwas verändert werden muss — und jemand den Mut hat, das auch zu tun. Konzerne in Transformationsphasen, Scale-ups auf dem Weg zur nächsten Wachstumsstufe, Organisationen, die verstehen, dass ihre grösste Blockade intern liegt.

Wenn Sie sich in einem dieser Szenarien wiedererkennen: sprechen wir.

Nächste Schritte

Erkennen Sie sich in diesen Herausforderungen?

Ich helfe Unternehmen, Wachstumsprobleme zu lösen, die eigentlich Organisationsprobleme sind — mit klarer Führung und messbaren Ergebnissen.

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